Jedes Beispiel unten besteht aus drei Teilen: dem Originaltext, einer wörtlichen Glossierung, die zeigt, wie jedes Wort funktioniert, und einer natürlichen Übersetzung. Die Glossen verwenden einige Kurzkennzeichnungen, damit sie knapp bleiben. Du musst sie nicht auswendig lernen: dies ist ein Nachschlagewerk, zu dem du jederzeit zurückkehren kannst.
Person und Numerus · 1sg / 2sg / 3sg: erste / zweite / dritte Person Singular (ich, du, er/sie/es) · 1pl / 2pl / 3pl: erste / zweite / dritte Person Plural (wir, ihr, sie)
Genus und Kasus · m / f / n: maskulin / feminin / neutrum · sg / pl: Singular / Plural · m.sg: kombiniert: maskulin Singular (entsprechend auch f.pl, n.sg usw.) · NOM / ACC / GEN / DAT / INS / LOC: grammatische Kasus (Nominativ/Akkusativ/Genitiv/Dativ/Instrumental/Lokativ): welche Rolle das Wort im Satz spielt
Tempus und Aspekt · PRES: Präsens · PRET: Präteritum (ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit) · IMPF: Imperfekt (eine andauernde oder gewohnheitsmäßige Situation in der Vergangenheit) · FUT: Futur · PERF: Perfekt (eine abgeschlossene Handlung mit Bezug zur Gegenwart) · PROG: Verlaufsform (laufende Handlung, z. B. bin gerade am Essen) · COND: Konditional (würde…)
Modus · IND: Indikativ (normale Aussage) · SUBJ: Konjunktiv/Subjunktiv (Unsicherheit, Wünsche, Zweifel) · IMP: Imperativ (Befehle) · INF: Infinitiv (Grundform: gehen, essen)
Sonstiges · REFL: reflexiv (Handlung auf sich selbst: mich, dich) · PERS: persönliches a (nur Spanisch: markiert ein menschliches direktes Objekt) · HON: Honorativ (besonders höfliche Form, häufig im Japanischen/Koreanischen) · TOP / SUB / OBJ: Topik- / Subjekt- / Objekt-Marker (Japanisch, Koreanisch) · CL: Klassifikator (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch: ein Zählwort für Nomen) · NEG: Negation
Das Englische folgt einer strikten Subjekt + Verb + Objekt (SVO)-Reihenfolge. Anders als in vielen Sprachen kann man die Wörter nicht frei umstellen: die Position eines Wortes verrät meist seine Rolle im Satz. Zeit- und Ortsangaben stehen normalerweise am Ende des Satzes, manchmal auch ganz am Anfang, aber selten in der Mitte. Modaladverbien (wie?) folgen meistens dem Objekt. Da das Englische fast keine Kasusendungen hat, ist die Wortstellung das wichtigste Mittel, um zu erkennen, wer was mit wem macht. Vergleiche: The dog bites the man (Der Hund beißt den Mann) und The man bites the dog (Der Mann beißt den Hund).
Das Englische hat zwei Artikel. Der unbestimmte Artikel a / an (nur Singular) führt etwas zum ersten Mal ein oder bezeichnet ein beliebiges Exemplar einer Art. a steht vor Konsonantenlauten, an vor Vokallauten: a book (ein Buch), an apple (ein Apfel), a university (klingt wie yu-), an hour (stummes h). Der bestimmte Artikel the verweist auf etwas Bestimmtes oder bereits Bekanntes. Bei den meisten Pluralformen und unzählbaren Nomen entfällt der Artikel, wenn man allgemein spricht: Dogs are friendly (Hunde sind freundlich), I like music (Ich mag Musik). Auch vor den meisten Eigennamen, Sprachen, Mahlzeiten und vielen Orten wird er weggelassen: I speak English (Ich spreche Englisch), She is at home (Sie ist zu Hause).
Englische Pronomen ändern sich nach Funktion, nicht nach Genus (außer he/she/it). Subjekt (vor dem Verb): I, you, he, she, it, we, they. Objekt (nach Verb oder Präposition): me, you, him, her, it, us, them. Possessivbegleiter (vor einem Nomen): my, your, his, her, its, our, their. Possessivpronomen (allein stehend): mine, yours, his, hers, ours, theirs. You ist im Singular und Plural, formell wie informell, gleich. It wird für Dinge, Tiere und das Wetter verwendet. Das Subjektpronomen ist fast immer obligatorisch: man kann es nicht wie im Spanischen oder Italienischen weglassen.
Englische Verben ändern sich kaum. Im Present Simple fügen regelmäßige Verben in der dritten Person Singular (he/she/it) nur ein -s hinzu; alle anderen Personen verwenden die Grundform. to be ist am unregelmäßigsten: I am, you are, he/she/it is, we/you/they are. to have: I/you/we/they have, he/she/it has. to do: I/you/we/they do, he/she/it does. Rechtschreibregeln für die -s-Endung: Verben auf -s, -sh, -ch, -x, -o bekommen -es (goes, watches); Verben auf Konsonant + y werden zu -ies (study → studies).
Es gibt zwei Präsensformen. Das Present Simple beschreibt Gewohnheiten, Routinen, Fakten und dauerhafte Zustände: Subjekt + Grundform (+ -s in der 3. Pers. Sg.). Typische Signale: every day, always, usually, never. Das Present Continuous (oder Verlaufsform) beschreibt Handlungen, die gerade jetzt geschehen, oder vorübergehende Situationen: Subjekt + am/is/are + Verb-ing. Typische Signale: now, right now, at the moment, today. Manche Verben (sogenannte Zustandsverben) werden selten in der Verlaufsform verwendet: know, like, want, need, believe, understand. Stattdessen wird das Simple benutzt: I know him (nicht I am knowing him).
Das Past Simple beschreibt abgeschlossene Handlungen zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit. Regelmäßige Verben fügen -ed hinzu (work → worked, play → played). Viele gebräuchliche Verben sind unregelmäßig und müssen auswendig gelernt werden (go → went, see → saw, eat → ate, have → had). Die Form ist in allen Personen gleich. Typische Signale: yesterday, last week, in 2020, ago. Das Present Perfect (have/has + Partizip Perfekt) verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart: eine Handlung mit einem Resultat im Jetzt oder eine Erfahrung ohne genauen Zeitpunkt. Typische Signale: ever, never, already, yet, just, since, for.
Das Englische hat keine einzelne Futurform; es verwendet Hilfsverben. will + Grundform dient für Vorhersagen, spontane Entscheidungen, Versprechen und allgemeine Zukunftsfakten: It will rain tomorrow (Morgen wird es regnen). be going to + Grundform wird für bereits gefasste Pläne und für Vorhersagen aufgrund gegenwärtiger Anzeichen verwendet: I am going to study tonight (Ich werde heute Abend lernen). Beide sind in der Alltagssprache oft austauschbar, aber will wirkt spontaner, während going to geplanter wirkt. Verneinung: will not / won't, am/is/are not going to. Auch das Present Continuous kann fest geplante zukünftige Pläne ausdrücken: I am meeting John on Friday (Ich treffe John am Freitag).
Die Präsenskonjugation des Englischen ist berühmt minimal. Bei fast allen regelmäßigen Verben ist die Form in allen Personen identisch mit der Wörterbuch-Grundform, außer in der dritten Person Singular (he / she / it / ein Name / ein Singularobjekt), wo man -s anfügt (oder -es nach -s, -sh, -ch, -x, -o sowie -ies nach Konsonant + y). Das Pronomen ist obligatorisch: Im Englischen kann es nicht weggelassen werden (Speaks French ist kein vollständiger Satz).
| Person | Pronomen | to work (regelmäßig) | to go (regelm. Schreibung) | to study (y-ies) |
|---|---|---|---|---|
| 1sg | I | work | go | study |
| 2sg | you | work | go | study |
| 3sg | he / she / it | works | goes | studies |
| 1pl | we | work | go | study |
| 2pl | you | work | go | study |
| 3pl | they | work | go | study |
**Kontraktionen und das Hilfsverb do.** In Aussagesätzen entfällt das Hilfsverb normalerweise, erscheint aber in Fragen und Verneinungen wieder: Do you work? / She doesn't work. Die Verben be, have und do selbst sind unregelmäßig: I am / you are / he is, I have / he has, I do / he does. Im gesprochenen Englisch werden sie stark kontrahiert: I'm, you're, he's, she's, it's, we're, they're; I've, you've, he's (= he has), they've; don't, doesn't.
Verwendung für Gewohnheiten, Routinen, allgemeine Wahrheiten, feststehende Ereignisse und Zustandsbedeutungen (I live in Rome. Water boils at 100°C. The train leaves at six. I know her.). Für etwas, das gerade jetzt geschieht, wechselt man zur Verlaufsform (nächste Abschnitte).
Häufige Fehler. Das Vergessen des 3. Pers. Sg. -s ist der häufigste Fehler (She speak English: falsch; She speaks English). Auch das Anfügen von -s an andere Personen ist falsch (I works: falsch). Bei Zustandsverben (know, want, need, like, believe, understand, own) wird die Verlaufsform nicht verwendet: I want coffee, nicht I am wanting coffee.
Das Present Progressive (auch Present Continuous genannt) beschreibt eine Handlung, die gerade stattfindet, eine vorübergehende Situation oder eine fest vereinbarte zukünftige Aktivität. Die Formel lautet immer: Subjekt + am/is/are + Verb-ing.
| Person | Pronomen | be | -ing-Form |
|---|---|---|---|
| 1sg | I | am ('m) | working / eating / going |
| 2sg | you | are ('re) | working / eating / going |
| 3sg | he / she / it | is ('s) | working / eating / going |
| 1pl | we | are ('re) | working / eating / going |
| 2pl | you | are ('re) | working / eating / going |
| 3pl | they | are ('re) | working / eating / going |
Schreibung der -ing-Form. Stummes End--e fällt weg (write → writing, take → taking). Ein einzelner Endkonsonant nach einem einzelnen betonten Vokal wird verdoppelt (run → running, sit → sitting, begin → beginning). Endet das Verb auf -ie, wird es zu -y (lie → lying, die → dying).
Häufige Verwendungen. - Jetzt gerade: I'm reading. - In dieser Zeit (nicht unbedingt in diesem Moment): She's learning Korean this year. - Trend / Veränderung: The weather is getting warmer. - Lästige Gewohnheit mit always: He's always losing his keys! - Geplante Zukunft: We're flying to Tokyo on Monday.
Verneinung und Frage. I'm not working. / Are you working? / Why is she crying?
Häufige Fehler. be darf nicht weggelassen werden (I working now: falsch; I'm working now). Die Verlaufsform wird nicht bei Zustandsverben verwendet: want, know, need, like, love, hate, prefer, believe, mean, seem, own, belong, hear, see (wahrnehmen). I am wanting a coffee ist falsch: I want a coffee. Manche Verben sind sowohl Zustands- als auch Aktionsverben mit unterschiedlichen Bedeutungen: I think you're right (Meinung: Simple) vs. I'm thinking about it (Denkprozess: Progressive).
Want drückt Wunsch aus. Wenn ein weiteres Verb folgt, lautet die Struktur want + to + Grundform (Infinitiv). Want selbst folgt der normalen regelmäßigen Präsenskonjugation (want / wants), und das zweite Verb bleibt immer in der Grundform: kein -s, kein -ing, kein -ed.
| Person | Pronomen | want | + to + Grundform |
|---|---|---|---|
| 1sg | I | want | to go / to eat / to learn |
| 2sg | you | want | to go / to eat / to learn |
| 3sg | he / she / it | wants | to go / to eat / to learn |
| 1pl | we | want | to go / to eat / to learn |
| 2pl | you | want | to go / to eat / to learn |
| 3pl | they | want | to go / to eat / to learn |
Want kann auch mit einem direkten Objekt (ohne zweites Verb) verwendet werden: I want a coffee. She wants a new car. Sowie mit einem Objekt + Infinitiv für das, was man von jemand anderem erwartet: I want you to listen. She wants him to call her.
Verneinung und Frage. Mit do/does: Do you want to come? / She doesn't want to talk about it. Vergangenheit: wanted (regelmäßig).
Register. Want ist direkt und neutral: unter Freunden und in der Familie problemlos. In Geschäften, Restaurants oder gegenüber Fremden kann es unhöflich wirken; besser ist dann would like (siehe nächste Abschnitte) oder Could I have...?
Häufige Fehler. Niemals I'm wanting: want ist ein Zustandsverb (siehe Verlaufsform-Abschnitt). to darf nicht weggelassen werden: I want learn English ist falsch; richtig ist I want to learn English. Das zweite Verb wird nicht konjugiert: He wants to eats ist falsch; nur want ändert sich, nicht der Infinitiv.
Would like ist die höfliche Variante von want. Es wird gegenüber Fremden, in Geschäften, Restaurants, Hotels, formellen E-Mails und immer dann verwendet, wenn man rücksichtsvoll klingen möchte. Struktur: Subjekt + would like + to + Grundform (oder + direktes Objekt). Would ist ein Modalverb, daher ist die Form für alle Personen gleich: kein -s in der 3. Person Singular.
| Person | Pronomen | would like | + to + Grundform / + Nomen |
|---|---|---|---|
| 1sg | I | would like ('d like) | to order / a table / some water |
| 2sg | you | would like ('d like) | to order / a table / some water |
| 3sg | he / she / it | would like ('d like) | to order / a table / some water |
| 1pl | we | would like ('d like) | to order / a table / some water |
| 2pl | you | would like ('d like) | to order / a table / some water |
| 3pl | they | would like ('d like) | to order / a table / some water |
Kontraktion. I would → I'd; ebenso you'd, he'd, she'd, we'd, they'd. Im gesprochenen Englisch verschmilzt das 'd oft mit dem nächsten Wort.
Fragen und Verneinungen. Would you like to join us? / Would you like some water? / I wouldn't like to live in a big city. Die Frage Would you like...? ist das Standardangebot in höflicher Form: viel freundlicher als Do you want...?
**Vergleich mit like.** I like coffee = allgemeiner Geschmack (ich mag Kaffee). I'd like a coffee = jetzt gerade, bitte gib mir einen. Beide sind völlig verschieden: I like a coffee beim Bestellen ist falsch.
Häufige Fehler. Kein -s bei would (she would likes: falsch). to vor dem Verb darf nicht weggelassen werden (I'd like order a pizza: falsch; richtig: I'd like to order a pizza). Vor einem Nomen kein to: I'd like a beer, nicht I'd like to a beer.
Be going to + Grundform drückt eine geplante, beabsichtigte oder auf Anzeichen basierende Zukunft aus. Es wird für Entscheidungen verwendet, die vor dem Sprechzeitpunkt bereits getroffen wurden (I'm going to call her tonight: I decided this morning), sowie für Vorhersagen aufgrund sichtbarer Anzeichen (Look at the sky: it's going to rain). Struktur: Subjekt + am/is/are + going to + Grundform.
| Person | Pronomen | be | going to + Grundform |
|---|---|---|---|
| 1sg | I | am ('m) | going to leave / study / travel |
| 2sg | you | are ('re) | going to leave / study / travel |
| 3sg | he / she / it | is ('s) | going to leave / study / travel |
| 1pl | we | are ('re) | going to leave / study / travel |
| 2pl | you | are ('re) | going to leave / study / travel |
| 3pl | they | are ('re) | going to leave / study / travel |
**Vergleich mit will.** Will steht für spontane Entscheidungen (The phone's ringing: I'll get it!), Versprechen, Vorhersagen ohne sichtbare Anzeichen und Angebote. Be going to steht für bereits geplante Vorhaben und auf Anzeichen basierte Vorhersagen. I'm going to study tonight (schon entschieden) vs. I'll help you (jetzt entschieden).
Umgangssprache. Im lockeren Gespräch wird going to + Verb oft zu gonna (I'm gonna call you later). In allem außer sehr lässigem Dialog schreibt man going to. Gonna steht nie vor einem Nomen: I'm going to the gym, nie I'm gonna the gym.
Verneinung und Frage. I'm not going to argue with you. / Are you going to apply for the job? / What is she going to wear?
Häufige Fehler. Nicht I'm going to going sagen: go entfällt; einfach I'm going to the party (Bewegung) oder I'm going to + Verb (Zukunft). be darf nicht weggelassen werden: I going to leave ist falsch; richtig: I'm going to leave.
Will ist die einfachste Zukunftsmarkierung: Subjekt + will + Grundform. Als Modalverb ändert sich will nie: kein -s in der dritten Person, kein to danach. Verwendung für: - Spontane Entscheidungen im Moment des Sprechens: The doorbell: I'll get it. - Vorhersagen (besonders ohne sichtbare Anzeichen): AI will change everything. - Versprechen und Angebote: I'll always love you. I'll help you carry that. - Zukünftige Fakten: The match will start at 9 p.m.
| Person | Pronomen | will | + Grundform |
|---|---|---|---|
| 1sg | I | will ('ll) | go / call / try |
| 2sg | you | will ('ll) | go / call / try |
| 3sg | he / she / it | will ('ll) | go / call / try |
| 1pl | we | will ('ll) | go / call / try |
| 2pl | you | will ('ll) | go / call / try |
| 3pl | they | will ('ll) | go / call / try |
Kontraktionen. I'll, you'll, he'll, she'll, it'll, we'll, they'll; Verneinung will not → won't (Schreibung beachten: nicht willn't).
Frage. Inversion: Will you marry me? / When will the meeting end? In Bitten klingt Will you...? direkt (Will you close the door?); Would you...? ist höflicher (Would you close the door, please?).
**Vergleich mit going to.** I'll call her later (jetzt entschieden) vs. I'm going to call her later (schon geplant). Beide sind in vielen Kontexten richtig; die Wahl signalisiert, wann die Entscheidung getroffen wurde.
Häufige Fehler. Kein to nach will (I will to go: falsch; I will go). Keine Konjugation (She wills go: falsch; She will go). In if-Sätzen wird im Konditionalteil das Präsens verwendet, nicht will: If it rains, I will stay home (NICHT If it will rain).
Can ist das Modalverb für gegenwärtige Fähigkeit, Möglichkeit, Erlaubnis und informelle Bitten. Could ist sein Vergangenheits-Pendant für vergangene Fähigkeit sowie eine höflichere / hypothetische Form in der Gegenwart. Struktur: Subjekt + can/could + Grundform: kein to, kein -s in der 3. Person.
| Person | Pronomen | can / could | + Grundform |
|---|---|---|---|
| 1sg | I | can / could | swim / drive / help |
| 2sg | you | can / could | swim / drive / help |
| 3sg | he / she / it | can / could | swim / drive / help |
| 1pl | we | can / could | swim / drive / help |
| 2pl | you | can / could | swim / drive / help |
| 3pl | they | can / could | swim / drive / help |
**Verwendung von can.** - Fähigkeit: I can speak three languages. - Möglichkeit: It can get cold here in summer. - Erlaubnis: You can leave early today. - Informelle Bitte: Can you pass the salt?
**Verwendung von could.** - Vergangene Fähigkeit (allgemein): When I was a child, I could run for hours. (Für eine konkrete vergangene Leistung: was/were able to oder managed to.) - Höfliche Bitte: Could you help me with this? (höflicher als can) - Möglichkeit / Vorschlag: We could go to the cinema tonight. - Hypothetisch: If I had more time, I could learn the guitar.
Verneinung. cannot / can't (als ein Wort) und could not / couldn't.
Für andere Zeiten verwendet das Englische be able to: I have been able to / I will be able to / I was able to. Can selbst hat keine Infinitiv- oder -ing-Form.
Häufige Fehler. Kein to nach can/could (I can to swim: falsch; I can swim). Kein -s in der 3. Pers. Sg. (She cans dance: falsch; She can dance). could (Vergangenheit oder höflich) nicht mit would (hypothetischer Wunsch) verwechseln: Could you = Bist du in der Lage?; Would you = Bist du bereit?
Das Present Perfect verbindet eine vergangene Handlung mit dem Jetzt. Struktur: Subjekt + have/has + Partizip Perfekt. Es wird verwendet, wenn der Zeitpunkt nicht angegeben ist (oder die Handlung andauert / gegenwärtige Relevanz hat), nicht wenn man eine abgeschlossene Vergangenheitszeit wie yesterday oder in 2020 nennt (dann: Past Simple).
| Person | Pronomen | have/has | + Partizip Perfekt |
|---|---|---|---|
| 1sg | I | have ('ve) | worked / gone / seen / eaten / been |
| 2sg | you | have ('ve) | worked / gone / seen / eaten / been |
| 3sg | he / she / it | has ('s) | worked / gone / seen / eaten / been |
| 1pl | we | have ('ve) | worked / gone / seen / eaten / been |
| 2pl | you | have ('ve) | worked / gone / seen / eaten / been |
| 3pl | they | have ('ve) | worked / gone / seen / eaten / been |
Partizip Perfekt. Bei regelmäßigen Verben ist es mit dem Past Simple identisch: einfach -ed anhängen (work → worked → worked). Viele gebräuchliche Verben sind unregelmäßig (Grundform / Vergangenheit / Partizip Perfekt): go / went / gone; see / saw / seen; eat / ate / eaten; do / did / done; take / took / taken; write / wrote / written; be / was, were / been; have / had / had; make / made / made; come / came / come.
Häufige Verwendungen und Signale. - Lebenserfahrung: Have you ever been to Japan? - Jüngste Vergangenheit mit gegenwärtigem Ergebnis: I've lost my keys (= ich finde sie immer noch nicht). - Unabgeschlossener Zeitraum: I haven't seen him today. (der Tag ist noch nicht vorbei) - Mit for / since: I've lived here for five years / since 2021. - Mit just, already, yet: She's just arrived. We've already eaten. Have you finished yet?
Häufige Fehler. Have went ist falsch: das Partizip Perfekt von go ist gone (I have gone). He have ist falsch: 3. Person Singular heißt has (He has gone). Das Present Perfect wird nicht mit abgeschlossenen Vergangenheitszeiten verwendet: I have seen him yesterday ist falsch; richtig: I saw him yesterday (Past Simple) oder I have seen him (ohne Zeitangabe) oder I have seen him this week (unabgeschlossener Zeitraum). Been vs. gone: She has been to Paris (und ist zurück) vs. She has gone to Paris (noch dort).
Um einen Satz zu verneinen, braucht man fast immer ein Hilfsverb plus not. Bei to be fügt man einfach not hinzu: I am not tired (Ich bin nicht müde). Bei den meisten anderen Verben im Present Simple verwendet man do not / does not + Grundform: I do not (don't) know (Ich weiß nicht), She does not (doesn't) like fish (Sie mag keinen Fisch). Im Past Simple verwendet man für alle Personen did not (didn't) + Grundform: We didn't go (Wir sind nicht gegangen). Bei Modalverben (can, will, should) wird not direkt angehängt: cannot/can't, won't, shouldn't. Achtung: Im Standardenglisch nie doppelt verneinen: also I don't know anything, nicht I don't know nothing.
Ja/Nein-Fragen werden gebildet, indem ein Hilfsverb vor das Subjekt gestellt wird. Mit to be: Are you tired? (Bist du müde?) Mit anderen Verben im Präsens verwendet man do/does + Subjekt + Grundform: Do you speak English? Does she live here? In der Vergangenheit did + Subjekt + Grundform: Did they arrive? (Sind sie angekommen?) Wh-Fragen beginnen mit einem Fragewort (what, where, when, who, why, how, which), gefolgt vom gleichen Schema Hilfsverb + Subjekt + Verb: Where do you live? (Wo wohnst du?) Wenn das Fragewort selbst das Subjekt ist, behält man die normale Reihenfolge ohne Hilfsverb: Who called? (Wer hat angerufen?)
Die meisten Nomen bilden den Plural durch Anhängen von -s: book → books, car → cars. Nomen auf -s, -ss, -sh, -ch, -x, -z bekommen -es: bus → buses, box → boxes, watch → watches. Nomen auf Konsonant + y wandeln y zu -ies: city → cities, baby → babies. Viele Nomen auf -f / -fe wechseln zu -ves: leaf → leaves, knife → knives. Einige gängige Nomen sind unregelmäßig: man → men, woman → women, child → children, foot → feet, tooth → teeth, mouse → mice, person → people. Manche bleiben unverändert: fish, sheep, deer. Unzählbare Nomen (water, information, advice) haben keine Pluralform.
Englische Adjektive ändern ihre Form nie: keine Übereinstimmung mit Genus oder Numerus: a tall boy, tall girls, tall trees. Adjektive stehen normalerweise vor dem Nomen, das sie beschreiben: a red car, an interesting book. Sie können auch nach dem Verb to be und ähnlichen Kopulaverben (seem, look, become, feel) stehen: The car is red. Wenn mehrere Adjektive zusammen verwendet werden, ist die typische Reihenfolge: Meinung + Größe + Alter + Form + Farbe + Herkunft + Material + Zweck + Nomen: z. B. a beautiful small old round red Italian wooden table. In der Praxis genügen meist zwei oder drei Adjektive.
Häufigkeitsadverbien geben an, wie oft etwas geschieht: always (100%), usually, often, sometimes, rarely / seldom, never (0%). Ihre Position ist festgelegt: Sie stehen vor dem Hauptverb, aber nach dem Verb to be und nach Hilfsverben. I always drink tea. She is always late. They have never been to Japan. Längere Zeitangaben wie every day, once a week, twice a month, from time to time stehen meist am Ende (oder Anfang) des Satzes: I go running every day. Im Standardenglisch werden einwortige Häufigkeitsadverbien nicht ans Satzende gestellt.
Drei Eigenheiten prägen einen Großteil der englischen Grammatik. (1) Hilfsverben: do/does/did, have/has/had, be (am/is/are/was/were) werden verwendet, um Fragen, Verneinungen und zusammengesetzte Zeiten zu bilden. Sie tragen das Tempus und das not, sodass das Hauptverb in der Grundform bleibt: Did you see?, She hasn't arrived. (2) Kein grammatisches Genus: Nomen sind neutral; nur he/she/it markieren eine reale Unterscheidung (Personen vs. Dinge). Adjektive und Artikel ändern sich nicht. (3) Modalverben (can, could, may, might, must, should, will, would) werden von der **Grundform ohne *to*** gefolgt: I can swim, You should rest, She must go. Sie haben in der 3. Person kein -s.