Jedes Beispiel unten besteht aus drei Teilen: dem Originaltext, einer wörtlichen Glossierung, die zeigt, wie jedes Wort funktioniert, und einer natürlichen Übersetzung. Die Glossen verwenden einige Kurzkennzeichnungen, damit sie knapp bleiben. Du musst sie nicht auswendig lernen — dies ist ein Nachschlagewerk, zu dem du jederzeit zurückkehren kannst. Person und Numerus · 1sg / 2sg / 3sg — erste / zweite / dritte Person Singular (ich, du, er/sie/es) · 1pl / 2pl / 3pl — erste / zweite / dritte Person Plural (wir, ihr, sie) Genus und Kasus · m / f / n — maskulin / feminin / neutrum · sg / pl — Singular / Plural · m.sg — kombiniert: maskulin Singular (entsprechend auch f.pl, n.sg usw.) · NOM / ACC / GEN / DAT / INS / LOC — grammatische Kasus (Nominativ/Akkusativ/Genitiv/Dativ/Instrumental/Lokativ) — welche Rolle das Wort im Satz spielt Tempus und Aspekt · PRES — Präsens · PRET — Präteritum (ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit) · IMPF — Imperfekt (eine andauernde oder gewohnheitsmäßige Situation in der Vergangenheit) · FUT — Futur · PERF — Perfekt (eine abgeschlossene Handlung mit Bezug zur Gegenwart) · PROG — Verlaufsform (laufende Handlung, z. B. bin gerade am Essen) · COND — Konditional (würde…) Modus · IND — Indikativ (normale Aussage) · SUBJ — Konjunktiv/Subjunktiv (Unsicherheit, Wünsche, Zweifel) · IMP — Imperativ (Befehle) · INF — Infinitiv (Grundform: gehen, essen) Sonstiges · REFL — reflexiv (Handlung auf sich selbst: mich, dich) · PERS — persönliches a (nur Spanisch — markiert ein menschliches direktes Objekt) · HON — Honorativ (besonders höfliche Form, häufig im Japanischen/Koreanischen) · TOP / SUB / OBJ — Topik- / Subjekt- / Objekt-Marker (Japanisch, Koreanisch) · CL — Klassifikator (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch — ein Zählwort für Nomen) · NEG — Negation
Das Englische folgt einer strikten Subjekt + Verb + Objekt (SVO)-Reihenfolge. Anders als in vielen Sprachen kann man die Wörter nicht frei umstellen — die Position eines Wortes verrät meist seine Rolle im Satz. Zeit- und Ortsangaben stehen normalerweise am Ende des Satzes, manchmal auch ganz am Anfang, aber selten in der Mitte. Modaladverbien (wie?) folgen meistens dem Objekt. Da das Englische fast keine Kasusendungen hat, ist die Wortstellung das wichtigste Mittel, um zu erkennen, wer was mit wem macht. Vergleiche: The dog bites the man (Der Hund beißt den Mann) und The man bites the dog (Der Mann beißt den Hund).
Das Englische hat zwei Artikel. Der unbestimmte Artikel a / an (nur Singular) führt etwas zum ersten Mal ein oder bezeichnet ein beliebiges Exemplar einer Art. a steht vor Konsonantenlauten, an vor Vokallauten: a book (ein Buch), an apple (ein Apfel), a university (klingt wie yu-), an hour (stummes h). Der bestimmte Artikel the verweist auf etwas Bestimmtes oder bereits Bekanntes. Bei den meisten Pluralformen und unzählbaren Nomen entfällt der Artikel, wenn man allgemein spricht: Dogs are friendly (Hunde sind freundlich), I like music (Ich mag Musik). Auch vor den meisten Eigennamen, Sprachen, Mahlzeiten und vielen Orten wird er weggelassen: I speak English (Ich spreche Englisch), She is at home (Sie ist zu Hause).
Englische Pronomen ändern sich nach Funktion, nicht nach Genus (außer he/she/it). Subjekt (vor dem Verb): I, you, he, she, it, we, they. Objekt (nach Verb oder Präposition): me, you, him, her, it, us, them. Possessivbegleiter (vor einem Nomen): my, your, his, her, its, our, their. Possessivpronomen (allein stehend): mine, yours, his, hers, ours, theirs. You ist im Singular und Plural, formell wie informell, gleich. It wird für Dinge, Tiere und das Wetter verwendet. Das Subjektpronomen ist fast immer obligatorisch — man kann es nicht wie im Spanischen oder Italienischen weglassen.
Englische Verben ändern sich kaum. Im Present Simple fügen regelmäßige Verben in der dritten Person Singular (he/she/it) nur ein -s hinzu; alle anderen Personen verwenden die Grundform. to be ist am unregelmäßigsten: I am, you are, he/she/it is, we/you/they are. to have: I/you/we/they have, he/she/it has. to do: I/you/we/they do, he/she/it does. Rechtschreibregeln für die -s-Endung: Verben auf -s, -sh, -ch, -x, -o bekommen -es (goes, watches); Verben auf Konsonant + y werden zu -ies (study → studies).
Es gibt zwei Präsensformen. Das Present Simple beschreibt Gewohnheiten, Routinen, Fakten und dauerhafte Zustände: Subjekt + Grundform (+ -s in der 3. Pers. Sg.). Typische Signale: every day, always, usually, never. Das Present Continuous (oder Verlaufsform) beschreibt Handlungen, die gerade jetzt geschehen, oder vorübergehende Situationen: Subjekt + am/is/are + Verb-ing. Typische Signale: now, right now, at the moment, today. Manche Verben (sogenannte Zustandsverben) werden selten in der Verlaufsform verwendet: know, like, want, need, believe, understand. Stattdessen wird das Simple benutzt: I know him (nicht I am knowing him).
Das Past Simple beschreibt abgeschlossene Handlungen zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit. Regelmäßige Verben fügen -ed hinzu (work → worked, play → played). Viele gebräuchliche Verben sind unregelmäßig und müssen auswendig gelernt werden (go → went, see → saw, eat → ate, have → had). Die Form ist in allen Personen gleich. Typische Signale: yesterday, last week, in 2020, ago. Das Present Perfect (have/has + Partizip Perfekt) verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart: eine Handlung mit einem Resultat im Jetzt oder eine Erfahrung ohne genauen Zeitpunkt. Typische Signale: ever, never, already, yet, just, since, for.
Das Englische hat keine einzelne Futurform; es verwendet Hilfsverben. will + Grundform dient für Vorhersagen, spontane Entscheidungen, Versprechen und allgemeine Zukunftsfakten: It will rain tomorrow (Morgen wird es regnen). be going to + Grundform wird für bereits gefasste Pläne und für Vorhersagen aufgrund gegenwärtiger Anzeichen verwendet: I am going to study tonight (Ich werde heute Abend lernen). Beide sind in der Alltagssprache oft austauschbar, aber will wirkt spontaner, während going to geplanter wirkt. Verneinung: will not / won't, am/is/are not going to. Auch das Present Continuous kann fest geplante zukünftige Pläne ausdrücken: I am meeting John on Friday (Ich treffe John am Freitag).
Um einen Satz zu verneinen, braucht man fast immer ein Hilfsverb plus not. Bei to be fügt man einfach not hinzu: I am not tired (Ich bin nicht müde). Bei den meisten anderen Verben im Present Simple verwendet man do not / does not + Grundform: I do not (don't) know (Ich weiß nicht), She does not (doesn't) like fish (Sie mag keinen Fisch). Im Past Simple verwendet man für alle Personen did not (didn't) + Grundform: We didn't go (Wir sind nicht gegangen). Bei Modalverben (can, will, should) wird not direkt angehängt: cannot/can't, won't, shouldn't. Achtung: Im Standardenglisch nie doppelt verneinen — also I don't know anything, nicht I don't know nothing.
Ja/Nein-Fragen werden gebildet, indem ein Hilfsverb vor das Subjekt gestellt wird. Mit to be: Are you tired? (Bist du müde?) Mit anderen Verben im Präsens verwendet man do/does + Subjekt + Grundform: Do you speak English? Does she live here? In der Vergangenheit did + Subjekt + Grundform: Did they arrive? (Sind sie angekommen?) Wh-Fragen beginnen mit einem Fragewort (what, where, when, who, why, how, which), gefolgt vom gleichen Schema Hilfsverb + Subjekt + Verb: Where do you live? (Wo wohnst du?) Wenn das Fragewort selbst das Subjekt ist, behält man die normale Reihenfolge ohne Hilfsverb: Who called? (Wer hat angerufen?)
Die meisten Nomen bilden den Plural durch Anhängen von -s: book → books, car → cars. Nomen auf -s, -ss, -sh, -ch, -x, -z bekommen -es: bus → buses, box → boxes, watch → watches. Nomen auf Konsonant + y wandeln y zu -ies: city → cities, baby → babies. Viele Nomen auf -f / -fe wechseln zu -ves: leaf → leaves, knife → knives. Einige gängige Nomen sind unregelmäßig: man → men, woman → women, child → children, foot → feet, tooth → teeth, mouse → mice, person → people. Manche bleiben unverändert: fish, sheep, deer. Unzählbare Nomen (water, information, advice) haben keine Pluralform.
Englische Adjektive ändern ihre Form nie — keine Übereinstimmung mit Genus oder Numerus: a tall boy, tall girls, tall trees. Adjektive stehen normalerweise vor dem Nomen, das sie beschreiben: a red car, an interesting book. Sie können auch nach dem Verb to be und ähnlichen Kopulaverben (seem, look, become, feel) stehen: The car is red. Wenn mehrere Adjektive zusammen verwendet werden, ist die typische Reihenfolge: Meinung + Größe + Alter + Form + Farbe + Herkunft + Material + Zweck + Nomen — z. B. a beautiful small old round red Italian wooden table. In der Praxis genügen meist zwei oder drei Adjektive.
Häufigkeitsadverbien geben an, wie oft etwas geschieht: always (100%), usually, often, sometimes, rarely / seldom, never (0%). Ihre Position ist festgelegt: Sie stehen vor dem Hauptverb, aber nach dem Verb to be und nach Hilfsverben. I always drink tea. She is always late. They have never been to Japan. Längere Zeitangaben wie every day, once a week, twice a month, from time to time stehen meist am Ende (oder Anfang) des Satzes: I go running every day. Im Standardenglisch werden einwortige Häufigkeitsadverbien nicht ans Satzende gestellt.
Drei Eigenheiten prägen einen Großteil der englischen Grammatik. (1) Hilfsverben: do/does/did, have/has/had, be (am/is/are/was/were) werden verwendet, um Fragen, Verneinungen und zusammengesetzte Zeiten zu bilden. Sie tragen das Tempus und das not, sodass das Hauptverb in der Grundform bleibt: Did you see?, She hasn't arrived. (2) Kein grammatisches Genus: Nomen sind neutral; nur he/she/it markieren eine reale Unterscheidung (Personen vs. Dinge). Adjektive und Artikel ändern sich nicht. (3) Modalverben (can, could, may, might, must, should, will, would) werden von der **Grundform ohne *to*** gefolgt: I can swim, You should rest, She must go. Sie haben in der 3. Person kein -s.