Jedes Beispiel unten besteht aus drei Teilen: dem Originaltext, einer wörtlichen Glosse, die beschreibt, wie jedes Wort funktioniert, und einer natürlichen Übersetzung. Die Glossen verwenden einige Kurzbezeichnungen, damit sie kurz bleiben. Mach dir keine Sorgen, sie auswendig zu lernen — dies ist ein Nachschlagewerk, auf das du jederzeit zurückgreifen kannst.
Person und Numerus · 1sg / 2sg / 3sg — erste / zweite / dritte Person Singular (ich, du, er/sie/es) · 1pl / 2pl / 3pl — erste / zweite / dritte Person Plural (wir, ihr, sie)
Genus und Kasus · m / f / n — maskulin / feminin / neutral · sg / pl — Singular / Plural · m.sg — kombiniert: maskulin Singular (und ebenso f.pl, n.sg usw.) · NOM / ACC / GEN / DAT / INS / LOC — grammatische Fälle (Nominativ/Akkusativ/Genitiv/Dativ/Instrumental/Lokativ) — welche Rolle das Wort im Satz spielt
Tempus und Aspekt · PRES — Präsens · PRET — Präteritum (ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit) · IMPF — Imperfekt (eine andauernde oder gewohnheitsmäßige Situation in der Vergangenheit) · FUT — Futur · PERF — Perfekt (eine abgeschlossene Handlung mit Gegenwartsbezug) · PROG — Verlaufsform (Handlung im Verlauf, z. B. bin am Essen) · COND — Konditional (würde…)
Modus · IND — Indikativ (gewöhnliche Aussage) · SUBJ — Konjunktiv (Unsicherheit, Wünsche, Zweifel) · IMP — Imperativ (Befehle) · INF — Infinitiv (Grundform: gehen, essen)
Sonstiges · REFL — reflexiv (Handlung an sich selbst: mich, dich) · PERS — persönliches a (nur Spanisch — kennzeichnet ein menschliches direktes Objekt) · HON — Höflichkeitsform (besonders höfliche Form, häufig im Japanischen/Koreanischen) · TOP / SUB / OBJ — Themen- / Subjekt- / Objektmarker (Japanisch, Koreanisch) · CL — Klassifikator (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch — ein Zählwort für Substantive) · NEG — Negation
Schwedisch ist eine V2-Sprache: Im Hauptsatz muss das finite Verb an zweiter Stelle stehen, egal was davor kommt. Beginnt der Satz mit dem Subjekt, ergibt sich die einfache Reihenfolge Subjekt–Verb–Objekt. Wird ein Zeitausdruck, ein Objekt oder ein Adverb vorangestellt, springt das Subjekt direkt hinter das Verb (Inversion), damit das Verb an zweiter Stelle bleibt. In Nebensätzen (eingeleitet durch 'att' dass, 'eftersom' weil, 'om' ob/wenn, 'när' wenn/als) lautet die Reihenfolge Subjekt–Adverb–Verb: Jedes Satzadverb wie 'inte' (nicht) steht vor dem finiten Verb. Lernende merken sich das mit der BIFF-Regel: Im Bisats (Nebensatz) steht Inte Före (vor) dem Finita verbet.
Schwedische Substantive gehören zu einem von zwei Genera: en-Wörter (Utrum, gemeinsames Geschlecht, etwa 75 % der Substantive) und ett-Wörter (Neutrum). Das Genus ist meist nicht vorhersehbar, also lerne jedes Substantiv zusammen mit seinem Artikel: 'en bil' (ein Auto), 'ett hus' (ein Haus). Der unbestimmte Artikel ist das freie Wort en/ett, genau wie das deutsche ein/eine. Der bestimmte Artikel ('der/die/das') ist hingegen ein Suffix, das an das Ende des Substantivs angehängt wird, kein eigenes Wort: bil → bilen (das Auto), hus → huset (das Haus). Endet das Substantiv bereits auf einen Vokal, fügst du nur -n oder -t hinzu: flicka → flickan (das Mädchen), äpple → äpplet (der Apfel).
Subjekt- und Objektpronomen sind unterschiedliche Wörter: jag/mig (ich/mich), du/dig (du/dich), han/honom (er/ihn), hon/henne (sie/sie), vi/oss (wir/uns), ni/er (ihr/euch), de/dem (sie/sie). Die unpersönlichen Pronomen 'den' (für en-Wörter) und 'det' (für ett-Wörter) bedeuten 'es' und bleiben als Subjekt und Objekt gleich. Gesprochen werden 'de' und 'dem' beide als 'dom' ausgesprochen, und viele schreiben informell 'dom'. Possessivpronomen richten sich nach Genus und Numerus des Besessenen: min/mitt/mina (mein), din/ditt/dina (dein), vår/vårt/våra (unser), er/ert/era (euer); aber hans (sein), hennes (ihr), dess (sein/ihr), und deras (ihr) ändern sich nie. Ein besonderes reflexives Possessivpronomen — sin/sitt/sina — wird verwendet, wenn der Besitzer das Subjekt desselben Satzes ist: 'Han älskar sin fru' = er liebt seine (eigene) Frau.
Hier die beste Nachricht der schwedischen Grammatik: Verben verändern sich nicht nach Person oder Numerus. 'Jag är', 'du är', 'han är', 'vi är', 'de är' — das Verb ist für ich, du, er, wir und sie identisch. Du lernst also pro Verb nur eine Präsensform, eine Vergangenheitsform und ein Supinum (die -t-Form nach 'har'). Regelmäßige Verben gliedern sich in vier Gruppen danach, wie sie die Vergangenheit bilden, und die unregelmäßigen 'starken' Verben (Gruppe 4) ändern stattdessen ihren Stammvokal. Vergleiche das sehr unregelmäßige 'vara' (sein): är (Präsens) / var (Vergangenheit) / varit (Supinum).
Das Präsens wird durch Anhängen von -r oder -er an den Stamm gebildet und deckt sowohl 'ich arbeite' als auch 'ich bin am Arbeiten' ab — Schwedisch hat keine eigene Verlaufsform. Verben der Gruppe 1 fügen -ar an (jobba → jobbar), Gruppe 2 fügt -er an (ringa → ringer), Gruppe 3 fügt nur -r an (bo → bor), und Gruppe 4 (stark) fügt -er ohne Vokalwechsel im Präsens an (skriva → skriver). Einige häufige Verben sind im Präsens unregelmäßig: vara → är, ha → har, göra → gör, veta → vet, sowie die Modalverben vill, ska, kan, måste, får, bör.
Schwedisch hat zwei alltägliche Vergangenheitsformen. Das Präteritum (einfache Vergangenheit) nennt ein abgeschlossenes Ereignis, oft mit einem Zeitwort: 'ich arbeitete gestern'. Das Perfekt (har + Supinum) verbindet die Vergangenheit mit dem Jetzt oder lässt die Zeit offen: 'ich habe gearbeitet'. Das Supinum ist die besondere -t-Form, die nur nach har/hade verwendet wird und sich nie ändert. Gruppenendungen: Gruppe 1 Präteritum -ade / Supinum -at (jobbade / jobbat); Gruppe 2 -de oder -te / Supinum -t (ringde/ringt, läste/läst); Gruppe 3 -dde / -tt (bodde/bott); starke Verben der Gruppe 4 ändern den Vokal und nehmen das Supinum -it (skrev/skrivit, drack/druckit). Das Plusquamperfekt 'hade + Supinum' (hatte gearbeitet) ist die Vorvergangenheit.
Schwedisch hat keine eigene Futurform. Um über die Zukunft zu sprechen, verwendest du eine von drei Strategien. 'ska' + Infinitiv drückt Absicht oder Entscheidung aus ('ich werde / ich gehe vor zu'). 'kommer att' + Infinitiv drückt eine Vorhersage oder etwas aus, das einfach geschehen wird, oft ohne Zutun ('es wird regnen'). Und das schlichte Präsens funktioniert für geplante oder so gut wie sichere Ereignisse, meist mit einem Zeitwort ('der Zug fährt um drei'). Beachte: 'ska' nimmt einen reinen Infinitiv, aber 'kommer' braucht den Marker 'att'.
Die Verneinung ist das einzelne Wort 'inte' (nicht); es gibt kein Äquivalent zum englischen 'do'. Der knifflige Teil ist die Stellung. Im Hauptsatz steht 'inte' nach dem finiten Verb: 'Jag dricker inte kaffe'. Nach einer Inversion folgt es weiterhin dem Verb: 'På morgonen dricker jag inte kaffe'. Im Nebensatz rückt 'inte' aber vor das finite Verb (die BIFF-Regel): 'att jag inte dricker kaffe'. Um 'irgendein/kein' zu verneinen, verwendest du 'ingen / inget / inga' (kein, keine), die sich wie Adjektive richten: 'ingen bil', 'inget hus', 'inga böcker'.
Eine Ja/Nein-Frage wird allein durch Inversion gebildet — stelle das finite Verb voran, dann das Subjekt, ohne Hilfswort: 'Dricker du kaffe?' (Trinkst du Kaffee?). Eine W-Frage beginnt mit einem Fragewort (frågeord), gefolgt von derselben Inversion Verb-dann-Subjekt: vad (was), vem (wer), var (wo), vart (wohin), när (wann), hur (wie), varför (warum) und das sich richtende 'vilken / vilket / vilka' (welcher). Da Schwedisch kein 'do' hat, verschwindet das englische 'do/does' einfach.
Schwedische Substantive bilden ihren Plural mit einer von fünf Endungen, und die Endung hängt lose mit dem Genus zusammen. Die fünf Deklinationen sind: -or (die meisten en-Wörter auf -a: flicka → flickor), -ar (viele en-Wörter: bil → bilar), -er (viele en-Wörter, oft Lehnwörter: park → parker), -n (ett-Wörter auf einen Vokal: äpple → äpplen) und -∅ keine Endung (die meisten ett-Wörter auf einen Konsonanten: hus → hus, ett hus / flera hus). Der bestimmte Plural ('die Autos') fügt -na an en-Wörter an (bilarna) und -en/-a an ett-Wörter (husen, äpplena).
Adjektive richten sich nach Genus und Numerus des Substantivs. In der unbestimmten Form gibt es drei Gestalten: die bloße Form bei en-Wörtern (en stor bil), Anfügen von -t bei ett-Wörtern (ett stort hus), Anfügen von -a im Plural (stora bilar). In der bestimmten Form nutzt Schwedisch die 'doppelte Bestimmtheit': Du setzt den freien Artikel den/det/de davor, stellst das Adjektiv in seine -a-Form und behältst das bestimmte Suffix am Substantiv: 'den stora bilen', 'det stora huset', 'de stora bilarna'. Die Bestimmtheit wird also zweimal markiert — einmal durch den/det/de und einmal durch die Substantivendung.
Besitz wird angezeigt, indem man direkt -s an den Besitzer anhängt, ohne Apostroph (anders als im Englischen): 'Annas bok' (Annas Buch), 'Sveriges huvudstad' (Schwedens Hauptstadt), 'barnens leksaker' (das Spielzeug der Kinder). Das Besessene steht in seiner bloßen, unbestimmten Form, auch wenn die Phrase insgesamt bestimmt ist: 'min systers bil' = das Auto meiner Schwester (nicht 'bilen'). Endet der Name des Besitzers bereits auf -s, -x oder -z, fügst du gar nichts an, und nur der Kontext (oder in der Schrift manchmal ein Apostroph) zeigt den Genitiv: 'Lars bok' (Lars' Buch).
Viele schwedische Verben verbinden sich mit einer kleinen betonten Partikel, die die Bedeutung verändert, ähnlich dem englischen 'turn off' oder 'give up': 'tycka om' (mögen), 'stänga av' (ausschalten), 'känna igen' (wiedererkennen), 'gå sönder' (kaputtgehen). Anders als im Deutschen wird die Partikel nicht vorangestellt — sie bleibt als eigenes Wort direkt nach dem Verb und trägt die Hauptbetonung. Reflexive Verben verwenden das Objektpronomen für sich selbst: mig, dig, sig, oss, er, sig — beachte das besondere 'sig' der dritten Person für han/hon/den/det/de. Häufige Beispiele: 'tvätta sig' (sich waschen), 'känna sig' (sich fühlen), 'gifta sig' (heiraten), 'sätta sig' (sich setzen).
Jedes regelmäßige schwedische Verb gehört zu einer von vier Gruppen, und die Gruppe bestimmt auch alle übrigen Formen. Da sich das Verb nie nach Person ändert, genügt eine Zeile pro Gruppe. Geh vom Infinitiv aus (der Form nach 'att') und bilde das Präsens:
| Gruppe | Infinitiv | Präsens | Präteritum | Supinum |
|---|---|---|---|---|
| 1 (-ar) | att tala (sprechen) | talar | talade | talat |
| 2a (-er, stimmhaft) | att ringa (anrufen) | ringer | ringde | ringt |
| 2b (-er, stimmlos) | att läsa (lesen) | läser | läste | läst |
| 3 (-r) | att bo (wohnen) | bor | bodde | bott |
| 4 (stark) | att skriva (schreiben) | skriver | skrev | skrivit |
Gruppe 1 ist mit Abstand die größte und der Standard für neue Verben (jobba, prata, titta, fråga). Gruppe 2 teilt sich danach, ob der Stamm auf einen stimmhaften oder stimmlosen Konsonanten endet, was über -de vs. -te in der Vergangenheit entscheidet. Verben der Gruppe 3 sind kurz und enden auf einen betonten Vokal (bo, tro, sy, by). Gruppe 4 sind die unregelmäßigen 'starken' Verben, die in der Vergangenheit den Stammvokal ändern (skriva → skrev, dricka → drack, springa → sprang). Denk daran: Das Präsens ist für jag, du, han, hon, vi, ni und de gleich.
Um zu sagen, dass du etwas tun willst, verwendest du das Modalverb 'vilja' (wollen), gefolgt von einem bloßen Infinitiv — kein 'att' dazwischen. 'Vilja' ist unregelmäßig: Sein Präsens ist 'vill' (für jede Person gleich), die Vergangenheit ist 'ville', das Supinum ist 'velat'. Vorsicht: 'vill' bedeutet 'wollen', nicht das englische 'will' (Zukunft) — ein klassischer falscher Freund für Englischsprecher. Um eine Sache (ein Substantiv) statt einer Handlung zu wollen, verwendest du 'vill ha' (wörtlich 'haben wollen'): 'Jag vill ha en kaffe' = Ich hätte gern einen Kaffee.
| Form | Schwedisch | Deutsch |
|---|---|---|
| Infinitiv | att vilja | wollen |
| Präsens | vill | will/wollen |
| Präteritum | ville | wollte |
| Supinum | velat | gewollt |
Beachte den bloßen Infinitiv nach vill: 'Jag vill resa' (Ich will reisen), nie 'Jag vill att resa'.
Um vorherzusagen, dass etwas geschehen wird — eine Prognose, eine Erwartung, ein Ergebnis, das niemand wählt — verwendet Schwedisch 'kommer att' + Infinitiv. Anders als die übrigen Modalverben behält diese Konstruktion den Infinitivmarker 'att'. Sie steht im Gegensatz zu 'ska', das eine Entscheidung oder Absicht ausdrückt; 'kommer att' ist neutraler und vorhersagend. In der Alltagssprache wird das 'att' oft verschluckt und kaum gehört, doch in der Schrift solltest du es beibehalten.
| Konstruktion | Verwendung | Beispiel |
|---|---|---|
| ska + Infinitiv | Absicht, Plan | Jag ska träna i morgon. |
| kommer att + Infinitiv | Vorhersage, Prognose | Det kommer att bli kallt. |
| Präsens + Zeitwort | geplante Tatsache | Bussen går kl. 8. |
Das finite Verb ist hier 'kommer' (Präsens von 'komma'), das sich nie nach Person ändert.
Das Perfekt (Präsensperfekt) wird mit dem Präsens-Hilfsverb 'har' plus dem Supinum gebildet — der besonderen -t-Form des Verbs, die nur mit har/hade verwendet wird und sich mit nichts richtet. Es beschreibt eine vergangene Handlung mit Gegenwartsbezug oder ein vergangenes Ereignis ohne genannte Zeit. Ersetze 'har' durch 'hade', um das Plusquamperfekt zu erhalten ('hatte getan').
| Gruppe | Infinitiv | Supinum | Perfekt |
|---|---|---|---|
| 1 | tala | talat | har talat |
| 2 | ringa / läsa | ringt / läst | har ringt / har läst |
| 3 | bo | bott | har bott |
| 4 (stark) | skriva / dricka | skrivit / druckit | har skrivit / har druckit |
Wichtige starke Supina zum Auswendiglernen: vara → varit, ha → haft, göra → gjort, gå → gått, få → fått, se → sett, ta → tagit, komma → kommit, säga → sagt. Das Supinum ist unveränderlich: 'jag har skrivit', 'vi har skrivit', 'breven har skrivits' — dieselbe -it-Form.
Für einen höflichen oder hypothetischen Wunsch — 'ich möchte…' — staffelt Schwedisch zwei Modalverben: 'skulle vilja' + bloßer Infinitiv. 'Skulle' ist die Vergangenheitsform von 'ska' und funktioniert wie das deutsche 'würde'; gefolgt von 'vilja' mildert es 'wollen' zu 'möchten' ab. Füge 'gärna' (gern) für zusätzliche Wärme hinzu: 'Jag skulle gärna vilja…'. Um sich eine Sache zu wünschen, beendest du den Satz mit 'ha': 'Jag skulle vilja ha…' = Ich hätte gern…
| Phrase | Register | Bedeutung |
|---|---|---|
| Jag vill ha… | neutral / direkt | Ich will… |
| Jag skulle vilja ha… | höflich | Ich hätte gern… |
| Jag skulle gärna vilja ha… | sehr höflich | Ich hätte wirklich gern… |
'Skulle' allein + Infinitiv bildet auch den einfachen Konditional: 'Jag skulle resa om jag hade pengar' = Ich würde reisen, wenn ich Geld hätte.
Schwedisch hat keine -ing-Form, das Präsens deckt also bereits 'ich bin am Arbeiten' ab. Wenn du wirklich betonen willst, dass eine Handlung im Gange ist, gibt es zwei idiomatische Konstruktionen. 'hålla på att' + Infinitiv bedeutet 'gerade dabei sein zu tun': 'Jag håller på att laga mat' = Ich bin (gerade) am Kochen. Eine im Gesprochenen sehr häufige Alternative koppelt ein Haltungsverb (sitta, stå, ligga) mit 'och' + einem zweiten Verb in derselben Zeitform: 'Han sitter och läser' = er liest (im Sitzen). Beide Formen fügen dem schlichten Präsens oder Präteritum einfach den Sinn anhaltender Tätigkeit hinzu.
'Kunna' ist das Modalverb für Fähigkeit und Möglichkeit — deutsch 'können' — und wie jedes Modalverb folgt ihm ein bloßer Infinitiv (kein 'att'). Sein Präsens ist das unregelmäßige 'kan' (für alle Personen identisch), die Vergangenheit ist 'kunde', das Supinum 'kunnat'. 'Kunna' deckt auch 'eine Fertigkeit oder Sprache beherrschen' ab: 'Jag kan svenska' (Ich kann Schwedisch), wobei es sogar ohne folgendes Verb stehen kann.
| Form | Schwedisch | Deutsch |
|---|---|---|
| Infinitiv | att kunna | können |
| Präsens | kan | kann |
| Präteritum | kunde | konnte |
| Supinum | kunnat | gekonnt |
Die übrigen Kernmodalverben verhalten sich genauso (bloßer Infinitiv): måste (müssen), får (dürfen), bör (sollten), ska (werden/sollen), vill (wollen).
Schwedische Modalverben teilen zwei Merkmale: Sie sind im Präsens unregelmäßig (eine Form für alle Personen) und nehmen einen bloßen Infinitiv ohne 'att'. Lerne die Präsensformen — sie sind die, die du ständig verwendest:
| Modalverb (Infinitiv) | Präsens | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|---|
| kunna | kan | können | Jag kan simma. |
| vilja | vill | wollen | Jag vill sova. |
| skola | ska | werden, sollen (Absicht) | Jag ska gå nu. |
| måste | måste | müssen | Jag måste jobba. |
| få | får | dürfen | Får jag fråga? |
| böra | bör | sollten | Du bör vila. |
'måste' ist im Präsens und Infinitiv gleich. Die Verneinung fügt einfach 'inte' nach dem Modalverb ein: 'Du får inte röka här' (du darfst hier nicht rauchen). Achte auf die falschen Freunde: 'vill' = wollen (nicht das englische 'will'), und 'får' = dürfen/bekommen (nicht das schwedische 'far', Vater).